Fasten = Verzicht?

Die Fastenzeit bedeutet mittlerweile für viele Christen, bewusst auf etwas zu verzichten, was für sie im Alltag essentiell ist. Die heutige Fastenordnung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil(1962-1965) schreibt Gläubigen neben dem Aschermittwoch und Karfreitag keine Abstinenztage (eine Mahlzeit und Fleischverzicht) mehr vor. Katholiken sollen während der österlichen Bußzeit von 40 Tagen aber "sich selbst verleugnen, indem sie die ihnen eigenen Pflichten getreuer erfüllen". Die Abkehr vom einen ist damit gleichzeitig eine Hinwendung zu etwas anderem. Das kann vor allem in schwachen Momenten helfen, stark zu bleiben. Ein Buch lesen statt den Fernseher einzuschalten oder eine Tasse Tee statt Kaffee.
Was eher nicht geht, ist die Tafel Schokolade statt einer Zigarette.